Automatikuhren begeistern Sammler und Träger
Bereits 1777 gab es die ersten Taschenuhren mit automatischen Uhrwerken. Im Jahr 1922 schuf Leroy in Frankreich auch die erste Armbanduhr mit der nachfolgend grob beschriebenen Funktionsweise. Automatikuhren werden durch einen zumeist kugelgelagerten Rotor angetrieben, dessen Massenträgheit das Drehmoment des Aufzugsmechanismus in Bewegung bringen. Das bedeutet, dass alle Bewegungen des Uhrenträgers dazu beitragen, dass das Federgehäuse der Uhr wie von Hand aufgezogen unter Spannung bleibt und von diesem Federgehäuse aus das Uhrwerk betrieben werden kann.
Deshalb entfällt bei Automatikuhren das lästige Aufziehen und die Uhr kann bei sachgemäßem Gebrauch eigentlich nicht stehen bleiben. Sollte der Federmechanismus bereits voll aufgezogen sein, verhindert eine eingebaute „Brigde“ das Überdrehen des Uhrwerkes. Heutzutage können fast alle Automatikuhren aber auch über die Krone aufgezogen werden, wenn bei einer länger abgelegten Uhr die Gangreserve leer ist. Diese Gangreserve hält die Uhr in Gang, auch wenn bis zu sechzig Stunden keine Bewegung mehr erfolgt ist. Sammler von Automatikuhren benutzen häufig sogar elektrische Uhrenbeweger, die dafür sorgen, dass das Uhrwerk bzw. der Rotor in ständiger Bewegung bleibt.
Inzwischen wurden auch Automatikuhren mit Quarzwerk entwickelt. Hier wird durch die Bewegung ein kleiner Generator in Gang gesetzt, der den Akku der Uhr speist, so dass dieser sich nicht vollständig entlädt. Diese Art von Uhrwerk existiert erst seit 2007 und wird nur von zwei Herstellern produziert, die aus dem traditionellen Uhrenland der Schweiz und dem Land der Quarzuhr – nämlich Japan – stammen.
