Damenuhren sind auch Modeobjekt

Damenuhren sind sicherlich Objekte, die nicht nur praktischen Überlegungen folgen und zur Zeitmessung dienen, sondern seit jeher auch die Funktion eines Schmuckstückes übernehmen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die Damenarmbanduhr ihren Siegeszug. Sicherlich war sie zunächst den bürgerlichen und herrschaftlichen Schichten vorbehalten. Aber sie waren eben unumstritten praktisch und verbreiteten sich deshalb auch rasant. In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts trugen Damen schmale Lederarmbänder oder geflochtene schwarze Armbänder an denen kleine zierliche Uhrwerke angebracht waren. Die gehobene Klasse der Damenarmbanduhr jedoch bestand aus einem Modell mit silbernem oder goldenem Armband und einem Uhrwerk, das gelegentlich mit Saphiren oder Brillianten verziert war. Oft waren die Zifferblätter bei diesen Uhren sehr klein.

Erst am Anfang der 1980er Jahre kam die Quarzuhr mit der digitalen Anzeige flächendeckend auf, obwohl sie schon 1970 von Peter Petroff entwickelt worden war. Nun wurden die Modelle größer und auffälliger und es wurde modern, die Uhrzeit direkt vom digitalen Zifferblatt abzulesen. Weil aber viele wohl die Zeiger vermissten, entwickelte sich die Uhrenmode wieder zurück. So gibt es bis heute zwar hauptsächlich batteriebetriebene Quarzwerke; zum Anzeigen der Uhrzeit hat sich aber das traditionelle Zifferblatt mit Zeigern durchgesetzt.